Die Erwartungen an unsere Hunde sind ja… sagen wir mal: ambitioniert.
Sie sollen nicht bellen, nicht ziehen, nicht anspringen, nicht reagieren – am besten einfach höflich existieren.
Aber mal ehrlich:
Unterstützen wir unseren Hund wirklich bewusst?
Oder schauen wir draussen heimlich links und rechts, was andere machen — und kopieren es im Zweifel einfach mal… frei nach dem Motto „Wird schon richtig sein, machen ja alle so.“?
Ein lebensnahes Beispiel:
Es klingelt → Hund bellt.
Fremder Hund kommt → Hund bellt.
Mensch taucht auf → Hund bellt.
Und dich nervt das verständlicherweise ziemlich.
Also kommt:
„Nein!“
„Schluss!“
„Schhhhhht!“
oder im kreativeren Moment fliegt noch irgendwas in Richtung Hund.
Klingt nach Handlung.
Ist aber für den Hund vor allem eins: Aufmerksamkeit. ✔
Und Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit.
Dem Gehirn ist ziemlich egal, ob sie als Lob, Tadel oder genervtes Kommentar daherkommt. Aufmerksamkeit bedeutet: „Oh, das hier lohnt sich offensichtlich!“
Und zack — sitzt ihr beide im perfekten Teufelskreis:
Du möchtest Ruhe.
Dein Hund bekommt für’s Bellen zuverlässig Reaktion.
Also… bellt er weiter.
Nicht aus Trotz.
Sondern weil das System funktioniert.
Was kannst du tun?
👉 Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf die Momente, die du behalten möchtest.
Und dort, wo dich Verhalten stört?
Aufmerksamkeit rausnehmen. ❌
Denn Verhalten, das sich nicht mehr lohnt, verliert langfristig an Bedeutung.
Und Verhalten, das gesehen wird, wächst.
Ganz ohne „Schhhhhht“. 😉
